#GLORE50 MONTHLY – 12% Plus Dank Redbubble, Asos & Co.

DIE #GLORE50 PERFORMANCE

Im August konnte der GLORE50 wieder deutlich zulegen: Unser auf die Wachstumstreiber im weltweiten Online-Handel fokussierte Spezialitätenfonds hat den August beim Stand von 239,16 Euro beendet und damit knapp 12% über dem Vormonatsschlusskurs. Damit lag das Wachstum im August sogar deutlich höher als im Juli, wo das Plus gegenüber dem Juni bei 6% lag.

Der August war für uns zudem ein weiterer Monat der Rekorde: 

  • Am 27. August erreichte der GLORE50 ein neues Allzeithoch von 244,14 Euro 
  • Im August konnten wir erstmals die Marke von 100.000 bei Anlegern platzierten Fonds-Anteilen knacken
  • Die Kapitalzuflüsse bleiben anhaltend hoch und der GLORE-Fonds verfügte Ende August über ein Anlagevermögen von über 26,5 Mio. Euro

Die überaus positive Kursentwicklung geht zurück auf ein generell gutes Börsenumfeld und Rekordzahlen bei Quartalsumsätzen, während der weiterhin schwache Dollar ein noch größeres Plus verhinderte.

Sämtliche im Fonds enthaltenen Schwergewichte erzielten ein ordentliches Kursplus: JD (+24%), Zalando (+19%), Alibaba (+14%), Wayfair (+12%), Amazon (+10%) und Zooplus (+8%). Der größte Monatsgewinner war das aber nur mit einem kleineren Anteil im Fonds enthaltene Unternehmen Redbubble (+49%), ein australischer Marktplatz, der unabhängigen Künstlern einen weltweiten Marktzugang ermöglicht.

GLOBAL ONLINE RETAIL – EUR ACC WKN A14N9A | ISIN: DE000A14N9A9

Seit Jahresbeginn ist der GLORE50 mittlerweile 73 Prozent im Plus („Year-to-Date“) – und innerhalb der letzten 12 Monate lag das Plus bei über 91 Prozent.

Damit landet der GLORE50 unter den TOP 10 der erfolgreichsten Fonds in Deutschland der letzten 12 Monate. 

Die extrem starke Performance in den letzten Monaten ist aus unserer Sicht eine Art Aufholeffekt: Wurden E-Commerce-Aktien an den Börsen jahrelang ignoriert, zeigt die Corona-Krise nun schon seit Monaten, wie „systemrelevant“ der Online-Handel mittlerweile ist und dass nahezu sämtliche Player von Umsatzrekord zu Umsatzrekord eilen.

GEwinner und verlierer im AUgust 2020

Bei der Kursentwicklung besonders gut abschneiden konnten im August folgende im GLORE50 enthaltenen Titel:

  • Redbubble (+49%), das auch schon im Juli weit vorn lag, präsentierte am 21. August seine Quartalszahlen: Das Unternehmen wies eine Umsatzsteigerung von 74,75 Prozent auf 124,6 Millionen Australische Dollar aus und legte somit ein enormes Wachstum hin. Zugute kam Redbubble wie so vielen anderen Online-Händlern auch, dass das Unternehmen nicht vom Corona-Lockdown betroffen war. Und wie auch Etsy hat das Unternehmen schnell auf den Verkauf von handgefertigten Gesichtsmasken umgestellt, da die Nachfrage nach Masken Corona-bedingt exponentiell gestiegen ist. Im Juni 2020 entfielen 18 Prozent des gesamten Umsatzes von Redbubble auf Gesichtsmasken.
  • Asos (+46%) hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht und erwartet nun ein Umsatzplus von 17 bis 19 Prozent. Der Vorsteuergewinn soll demnach bei 130 bis 150 Millionen Pfund liegen. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der aktiven Kunden des britischen Modehändlers von 19,9 auf 23 Millionen.
  • Boozt (+39%): Der schwedische Modehändler hat im 2. Quartal seinen Umsatz um 38 Prozent auf umgerechnet 118 Millionen Euro gesteigert. Seit dem Corona-Tief im März hat sich der Aktienkurs mehr als verdreifacht.
  • Shop Apotheke (+25%) verzeichnete im 1. Halbjahr 2020 ein Umsatzplus von 37 Prozent. Damit wird deutlich, dass die Corona-Pandemie auch die Nachfrage nach Online-Bestellungen von Arzneimitteln kräftig erhöht hat. Zwar hat Shop Apotheke mittlerweile ein positives EBIT erreicht, das Ergebnis nach Steuern ist aber noch immer negativ. mobilbranche.de beleuchtet die Mobile-Strategie von Shop Apotheke näher.
  • Sea Group (+25%) aus Singapur, Betreiber der E-Commerce-Plattform Shopee sowie der Gaming-Plattform Garena, steigerte seinen Gesamtumsatz im 2. Quartal um 93,4 Prozent auf 1,278 Milliarden Dollar, der Umsatz im Bereich E-Commerce stieg sogar um 187,7 Prozent auf 510,6 Millionen Dollar. Seit Jahresanfang konnte die Sea Group ihren Börsenwert um 300 Prozent steigern und zählt zu den wachstumsstärksten Plattformen der Welt.

Umgekehrt gab es bei diesen Unternehmen heftige Kursverluste:

  • Bei Jumia, einem der führenden Online-Händler Afrikas, gab es ein deutliches Minus von 42%, nachdem unsere Nr. 1 vom Juli im Vormonat noch um unglaubliche 184% zugelegt hatte. Hier waren zwischenzeitlich offenbar Zocker am Werk – und die Zahlen fürs 2. Quartal fielen mit einem Rückgang des GMV um 13 Prozent ziemlich enttäuschend aus. Außerdem wird Jumia im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung zu einer Sammelklage wohl 5 Millionen Dollar an Anleger zahlen, die gegen angeblich falsche Angaben in den IPO-Unterlagen vorgegangen waren. Jumia will das aber nicht als Schuldeingeständnis werten.
  • Bei Ruhnn (-30%) ging der Kurs ebenfalls wieder deutlich runter, nachdem es im Juli noch ein Plus von 38 Prozent gab. Das chinesische Unternehmen bietet E-Commerce-Dienstleistungen für Key Opinion Leaders (chinesische Influencer) an. Mitte August wurde der Jahresbericht für das am 31. März abgeschlossene Finanzjahr vorgestellt, die Zahlen fürs 2. Quartal 2020 folgen erst Mitte September.
  • Vipshop (-27%): Der chinesische Onlinehändler enttäuschte Investoren mit eher schwachen Wachstumswerten: Der Umsatz stieg im 2. Quartal nur um 6 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar, während die meisten anderen Onlinehändler weltweit derzeit zweistellige und teils sogar dreistellige Wachstumsraten beim Umsatz aufweisen. 

Sämtliche Entwicklungen aller 42 Titel sowie die aktuelle Gewichtung der Unternehmen im GLORE50-Index auch hier in unserer Tabelle:

Bevorstehende Börsengänge mit Relevanz für den GLORE50

Die dem GLORE50 zugrundeliegende Idee ist es, den Index der 50 relevantesten Ecommerce Unternehmen der Welt abzubilden. Zuletzt haben wir den Fonds auf 42 Unternehmen aufgestockt – und halten Ausschau nach weiteren passenden Titeln, um die 50 bald voll zu machen. Aktuell zeichnen sich drei spannende Börsengänge ab:

  • Am konkretesten sind die IPO-Pläne bei der The Hut Group (THG) aus dem britischen Manchester. Der Börsengang soll bereits am 16. September erfolgen und mindestens 900 Millionen Pfund einspielen, die Gesamtbewertung soll dabei bei mindestens 4,5 Milliarden Pfund liegen. Vergangenes Jahr knackte THG erstmals die Umsatzmilliarde und erzielte einen operativen Gewinn von 111 Millionen Pfund. Zur THG gehören u.a. Myprotein, Lookfantastic oder Glossybox. Das Unternehmen ist ein spannender Beauty-Tech-Konzern, der Investoren insbesondere mit seiner Rolle als externer Logistik- und Infrastrukturanbieter begeistert. Einige der größten Markenhersteller der Welt, darunter Johnson & Johnson, Nestle, Procter & Gamble und Walgreens Boots Alliance nutzen bereits die Technologieplattform THG Ingenuity.
  • Den wohl größten Börsengang der Welt plant der Alipay-Betreiber Ant Group. Das chinesische Zahlungssystem zählt aktuell 711 Millionen monatliche Nutzer und hat über 80 Millionen Händler angebunden. Die Ant Group hat nun ihre IPO-Unterlagen bei den Börsen in Hongkong und Shanghai eingereicht. Zwar stehen der konkrete Termin für den Börsengang und die angestrebte Erlössumme noch nicht fest. Doch Analysten erwarten, dass Ant Financial circa 15 Prozent seiner Anteile an die Börse bringen und dabei bis zu 30 Milliarden Dollar erlösen könnte. Beim bislang größten Börsengang der Welt hatte der Ölkonzern Saudi Aramco 29,4 Milliarden Dollar eingespielt.
  • Auch Wish evaluiert eine Börsennotierung: Der vor allem für Billigware aus China bekannte Online-Marktplatz, der von Investoren zuletzt mit 11,2 Milliarden Dollar bewertet wurde, hat bei der US-Börsenaufsicht SEC vertrauliche Unterlagen eingereicht, mit denen die Behörde prüfen soll, ob eine Notiz in der Börse in Frage kommt. Noch ist unklar, wann die Börsennotierung starten könnte. Auch ist noch unklar, ob es sich tatsächlich um einen klassischen Börsengang handeln soll, bei dem im Zuge eines IPO-Verfahrens Anteile gezeichnet werden können, oder ob womöglich „nur“ vorhandene Aktien von Investoren an der Börse handelbar gemacht werden sollen (ein sog. cold listing).

Nicht unerwähnt bleiben soll in diesem Zusammenhang auch Rocket Internet, das einen vollkommen anderen Weg einschlägt. Sechs Jahre nach dem Börsengang plant die „Aufzuchtstation für Startups“ der Samwer-Brüder, wie sie das manager-magazin nennt, den Rückzug von der Börse. Aktionärsschützer sind empört, denn der angebotene Rückkaufpreis von 18,57 Euro beträgt nicht einmal mehr die Hälfte des Emissionspreise von 42,50 Euro. Doch bei aller Kritik an Rocket Internet sollte man nicht vergessen: Mit den im GLORE50 enthaltenen Zalando und Hellofresh gehen gleich zwei Unternehmen auf die Startup-Schmiede der Samwer-Brüder zurück. 

Delivery Hero wiederum, das zwar von Team Europe gegründet wurde, bei dem Rocket Internet aber später groß Einstieg und den Börsengang forcierte, ist vor wenigen Tagen in den DAX aufgestiegen. Delivery Hero ist bislang nicht im GLORE50 enthalten, wir schauen uns den Titel aber derzeit näher an, u.a. weil Delivery Hero mit seinem neuen Quick-Commerce-Konzept neben Gastronomie-Auslieferungen auch immer stärker das Thema eFood abdeckt und auch sonst einer der spannendsten Player im Mobile Commerce ist.

    DER GLORE In der projektion für die nächsten 5 jahre

    Die GLORE50 haben im August bereits ihr Fünfjahresziel erreicht. Das durchschnittliche Wachstum (CAGR) liegt mittlerweile bei 19,4% pro Jahr, wobei sich der Kurs zuletzt wie ein Hockeystick entwickelte. Damit liegt der GLORE50 jetzt bei Werten, die wir beim Start des Fonds vor knapp fünf Jahren erst für 2021 oder 2022 erwartet hatten. 

    Die Frage ist natürlich, ob diese Dynamik nun anhält und ob vielleicht auch die Kursschwankungen noch extremer werden können, nach oben wie nach unten. Wir als Fonds-Macher verfolgen einen Anlagehorizont von fünf bis zehn Jahren und halten eine durchschnittliche Wachstumsrate von 20% pro Jahr für realistisch.

    Aus der bisherigen Wertentwicklung ergibt sich in jedem Fall – rein rechnerisch – folgende Kursprojektion für das Jahr 2025:

    Ein Knacken der Marke von 500 Euro im Jahr 2025 ist absolut im Bereich des Möglichen, bei bei einem durchschnittlichen Wachstum von 20 Prozent pro Jahr wären bis dahin sogar 600 Euro pro Fonds-Anteil möglich. Wie immer gilt aber an der Börse, das aus vergangenen Kursentwicklungen keine verlässlichen Zukunftsprognosen getroffen werden können. Vielmehr handelt es sich nur um einen möglichen Wachstumskorridor.

    HÖRTIPP

    Mehr zu den aktuellen und künftigen Entwicklungen des GLORE50 hören Sie auch in der 12. Folge unseres Podcasts GLORE Insights.

    Wenn Sie die Entwicklungen zu den GLORE50 nicht nur monatlich verfolgen möchten, sondern häufiger: Tägliche Updates und Anmerkungen gibt es auf Instagram bei den GLORE Days sowie regelmäßig bei Exciting Commerce und im Podcast GLORE Insights.

     

    Mit herzlichen Grüßen

    Jochen Krisch & Sven Rittau
    Redaktionelle Mitarbeit: Florian Treiß

    Über die #glore50

    Die GLORE50 basieren auf dem Global Online Retail Fonds, der am 1. Oktober 2015 auf unsere Initiative hin als bewusst breit gestreuter Branchenfonds für den globalen Online-Handel an den Start gegangen ist. Wir stehen ihm seitdem beratend zur Seite mit Analysen und Einschätzungen, was die Zusammensetzung sowie die Auswahl und Gewichtung relevanter Unternehmen angeht.

    Hinweis zum Global Online Retail Fonds

    Wir haben den GLORE50 Index, kurz für Global Online Retail Fonds, 2015 mit Unterstützung der E-Commerce-Branche als offenen Branchenfonds für alle initiiert, so dass jeder am Wachstum der Branche partizipieren kann. Unser Fonds-Modell „Von Experten für Experten für Alle“ arbeitet so kostenschonend wie möglich und verzichtet bewusst auf Ausgabeaufschläge, sodass ein An- und Verkauf jederzeit problemlos möglich ist.

    Gestartet mit 2,5 Millionen Euro, beträgt das Fondsvermögen aktuell rund 37,6 Millionen Euro. Unsere Rolle ist dabei beratender Natur, was die Auswahl, strategische Einordnung und Gewichtung relevanter E-Commerce-Unternehmen angeht. Und so sehr wir uns über die bisherige Entwicklung freuen, sagt die vergangene Entwicklung bei Aktien/Fonds nichts über die zukünftige Entwicklung aus.

    Wie investiere ich in den Global Online Retail Fonds?

    Der Global Online Retail Fonds hat die Wertpapierkennnummer A14N91, die Sie zunächst über den Broker bzw. die Bank Ihrer Wahl suchen müssen. Anschließend wählen Sie die gewünschte Anlagesumme aus und geben den Kauf frei. Bei ausgewählten Banken und Brokern können Sie auch einen monatlichen Sparplan auf den Global Online Retail Fonds einrichten.

    DISCLAIMER: Die Einordnungen im GLORE50 Monthly haben lediglich Informationscharakter und sind nicht als Anlageempfehlungen zu verstehen. Wer sich an der Börse engagiert, sollte sich neben den Chancen stets auch der Risiken bewusst sein.