#GLORE50 Monthly –9 Prozent Plus im januar

DIE #GLORE50 PERFORMANCE

Auch wenn wir uns da etwas wiederholen: Erneut gab es im Januar ein schönes Plus gegenüber dem Vormonat – den insgesamt nun schon zehnten Monat in Folge. Der Schlusskurs Ende Januar lag bei 313,04 Euro – und damit 9 Prozent über dem Schlusskurs von 287,16 Euro Ende Dezember.

Dabei erreichten die GLORE50 auch in diesem Monat ein neues Allzeithoch: Am 26. Januar hatte jeder Fondsanteil einen Wert von 321,97 Euro. Danach kam es aber bis Monatsende noch zu einer kleinen Kurskorrektur nach unten.

Eindrucksvoll ist auch die Performance innerhalb der letzten zwölf Monate: Wer vor einem Jahr 1.000 Euro in unseren Fonds investierte, hatte Ende Januar einen Wert von 2.274,83 Euro im Depot – ein Plus von 127,48 Prozent.

GLOBAL ONLINE RETAIL – EUR ACC WKN A14N9A | ISIN: DE000A14N9A9

Weiterhin hohe Mittelzuflüsse

Dass der E-Commerce boomt und nicht nur angesichts des Corona-Lockdowns die Zukunft ist, spricht sich dabei immer mehr unter den Anlegern herum – und so erleben wir weiter starke Mittelzuflüsse in unseren Fonds. Das Fondsvolumen liegt nun bei 72,5 Millionen Euro, d.h. wir haben über 230.000 Fonds-Anteile herausgegeben. Allein innerhalb des letzten Monats stieg das Fondsvolumen nochmals um 17 Millionen Euro (Ende Dezember lag es noch bei 55,5 Millionen Euro) – was einerseits an den hohen Mittelzuflüssen liegt, andererseits zu einem gewissen Teil aber auch an der deutlichen Wertsteigerung der in den GLORE50 enthaltenen Aktien.

gewinner und Verlierer im januar 2021

Einmal mehr zeigte sich im Januar, dass unser Portfolio-Ansatz genau richtig ist, um Chancen und Risiken auszubalancieren. So gab es im Januar einige Verlierer beim Aktienkurs, die durch das Kursplus anderer Unternehmen mehr als ausgeglichen wurden und so unterm Strich zu einem Monatsplus von 9 Prozent führten.

Die großen Sieger im Januar waren:

  • Stitch Fix (+60 Prozent)
  • DocMorris/Zur Rose (+45 Prozent)
  • Jumia (+42 Prozent),
  • Cdiscount/Cnova (+39 Prozent)
  • Shop Apotheke(+30%)

Die größten Verlierer im Januar waren hingegen:

  • AO (-25 Prozent)
  • Bygghemma (-12 Prozent)
  • Boozt (-11 Prozent)
  • Asos (-8 Prozent)
  • The Hut Group (-8 Prozent)

Bei unseren fünf Fonds-Schwergewichten konnte Alibaba nach dem Kursverlust im Dezember wieder einiges an Boden gut machen (+10 Prozent), nachdem Unternehmensgründer Jack Ma rund drei Monate nach seinem „Verschwinden“ mit einer Videobotschaft erstmals wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben hatte. Auch Zooplus legte um rund 10 Prozent gegenüber dem Vormonat zu. Zalando und JD.com verzeichneten jeweils rund 5 Prozent Plus. Amazon hingegen gab um 2 Prozent nach.

Umstellungen in den GLORE50

Nachdem im Dezember schon Qurate/QVC aus den GLORE50 heraus geflogen war, sind seit Januar auch Secoo und Rakuten nicht mehr länger Teil der GLORE50. Beide Unternehmen waren vergangenes Jahr die großen Verlierer unter den GLORE50 und haben bei der Perfomance enttäuscht. Secoo zieht sich freiwillig selbst von der Börse zurück und wir haben die Position entsprechend gestrichen. Rakuten wiederum hat eine der schwächsten Börsenentwicklungen der letzten 5 Jahre hinter sich und musste zuletzt sein Deutschlandgeschäft einstellen, nachdem es 2012 noch von sich behauptet hatte, bis 2017 größer als Amazon sein zu wollen. 

Zugleich begrüßen wir sechs Neu- bzw. Wiedereinsteiger in den GLORE50, die wir anhand ihrer Wachstumsambitionen, der strategischen Ausrichtung und des Unternehmenswerts ausgewählt haben.

Darunter sind einerseits drei Börsenneulinge, die erst vor wenigen Wochen ihre IPOs hingelegt haben:

  • DoorDash ist einer der wichtigsten Restaurant-Lieferdienste in den USA. Das Unternehmen legte im Dezember einen fulminanten Börsengang hin und sammelte dabei 3,4 Milliarden Dollar ein, was einer Unternehmensbewertung von 39 Milliarden Dollar entsprach. Gleich am ersten Handelstag gab es einen heftigen Kurssprung und die Unternehmensbewertung schoss auf rund 70 Milliarden Dollar. Mehr zu DoorDash auch in unserer Analyse der Roadshow-Unterlagen.
  • Poshmark ist ein führender Second-Hand-Anbieter und hat womöglich das Zeug zum nächsten Etsy, dem Überraschungssieger der letzten fünf Jahre unter den GLORE50. Im Zuge des Börsengangs sammelte Poshmark rund 300 Millionen Dollar ein. Der Aktienkurs explodierte gleich am ersten Handelstag um 142 Prozent und die Bewertung stieg so auf 8,5 Milliarden Dollar.
  • Wish hat sich zwar im Börsenprospekt als deutlich kleiner entpuppt als zunächst angenommen, doch der Schnäppchenanbieter passt im Sinne unser Strategie, die weltweit wichtigsten E-Commerce-Player als Portfolio abzubilden, dennoch sehr gut zu den GLORE50. Allerdings waren auch Anleger beim IPO zunächst eher skeptisch – anders als bei DoorDash oder Poshmark gab der Kurs am ersten Handelstag zunächst nach. In den ersten sechs Wochen nach dem Start konnte der Börsenkurs aber mittlerweile doch zulegen und liegt nun bei rund 25 Prozent Plus gegenüber dem Ausgabepreis.

Weiterhin neu bzw. wieder in den GLORE50 vertreten sind:

  • Global Fashion (GFG) Group: Das von Rocket Internet und Kinnevik gegründete Modeunternehmen hatte 2019 seinen Börsengang ziemlich verpatzt. Doch mittlerweile ist das Unternehmen, dass in Schwellenländern aktiv ist und Modeportale wie Lamoda in Russland oder Zalora in Südostasien betreibt, zur Erfolgsgeschichte geworden. Der Börsenkurs legte innerhalb eines Jahres um fast 500 Prozent zu. „In den Schwellenländern, die GFG adressiert, wächst das Fashion-E-Commerce-Segment zum Teil mit mehr als 20 Prozent in den nächsten drei Jahren. Das Wachstum des Unternehmens übertrifft die Dynamik dieser Märkte sogar noch“, so das Anlegermagazin „Der Aktionär“.
  • Home24 und Westwing haben wir nach längerer Abstinenz wieder in die GLORE50 aufgenommen. Beide Unternehmen kommen aus Deutschland und adressieren das Segment Home & Living, das in der Corona-Krise online besonders stark wächst. Home24 will im Februar beim Börsengang seiner brasilianischen Tochter Mobly im Bestfall 1 Mrd. Brasilianische Real (160 Mio. Euro) holen.

Aufgrund der zurzeit vergleichsweise hohen Bewertungen sind alle sechs Neulinge zunächst mit sehr geringen Gewichtungen von jeweils nur 0,2 Prozent in den GLORE50 vertreten.

Durch die Neuzugänge sind nun 46 Titel in den GLORE50 vertreten – und wie schon der Name sagt, ist es unser Ziel, im Fonds insgesamt 50 Wachstumstreiber des globalen Online Retail zu führen. Für die verbleibenden 4 Plätze gibt es neben den bekannten Kandidaten wie etwa Delivery Hero, Dada Nexus, Paypal oder Peloton inzwischen weitere Börsenneulinge wie AllegroOzon und Mytheresa. Siehe Exciting Commerce dazu:

Wichtige E-Commerce-News aus dem Januar 2021

Wie in jedem GLORE Monthly haben wir auch diesmal wieder einige besonders relevante Branchennews zusammengestellt:

  • Mytheresa, Fashion-Anbieter aus München, legte an der New Yorker Börse seinen IPO hin, der besser als erwartet lief. Bei einem Ausgabekurs von 26 Dollar konnte Mytheresa 407 Mio. Dollar einsammeln, mit der Option auf weitere 60 Mio. Dollar. Die Bewertung kletterte auf 2,2 Milliarden Dollar.
  • Alibaba konnte seinen Umsatz im 4. Quartal um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal steigern, und zwar auf 33,9 Milliarden Dollar. Der Ebitda-Gewinn stieg um 22 Prozent auf 10,5 Milliarden Dollar. 
  • Die britischen Fashion Retailer Asos und Boohoo wollen durch Akquisitionen weiter wachsen: Asos übernimmt die Marken Topshop, Topman, Miss Selfridge und HIIT für 265 Millionen Pfund, Boohoo schnappt sich die Online-Aktivitäten der insolventen britischen Kaufhauskette Debenhams für 55 Millionen Pfund. Mehr zur Boohoo-Strategie auch im Exchanges Podcast #270.
  • Douglas hat 2020 ein wahres Horrorjahr erlebt. Umsätzen von 3,2 Mrd. Euro (-6,5 Prozent) stehen Verluste von einer halben Milliarde Euro gegenüber. Darauf antwortet die Parfümeriekette mit einer Umpositionierung und will sich künftig als Onlinehändler mit Filialen präsentieren. Doch dafür braucht es deutlich weniger Filialen als bislang – 500 Stück sollen im ersten Schritt geschlossen werden.
  • Die Bygghemma Group hat sich als Online-Bau- und Möbelmarkt in Skandinavien in nur zwei Jahren knapp verdoppelt auf Umsätze von 9 Mrd. SEK (ca. 845 Mio. Euro). Durch die Übernahme von Nordic Nest hat die Gruppe ihre mittelfristigen Ziele so gut wie erreicht und peilt jetzt nach der Umsatzmilliarde eine weitere Verdopplung auf 2 Mrd. Euro an.
  • H&M hat seine Online-Umsätze im vergangenen Jahr auf 5,1 Mrd. Euro (+39%) gesteigert. Insgesamt trug das Online-Geschäft mit 28 Prozent zum Gesamtumsatz bei, der nach wie vor vom Filialgeschäft dominiert wird.
  • Die Bestseller Group mit Marken wie Vero Moda oder Jack & Jones fährt im E-Commerce weiter zweigleisig und irritiert damit die Branche: Einerseits mit Beteiligungen von  29% an About You26% an Asos und 10% an Zalando. Und andererseits nimmt die Bestseller Group mit dem Ende Januar gestarteten The Founded nun einen zweiten Anlauf, um eine eigene Modeplattform zu etablieren. Dabei kommt Technologie von About You zum Einatz.
  • HelloFresh hat in den letzten zwölf Monaten beim Börsenkurs enorm zugelegt. Und die Geduld zahlt sich für den Investor Insight Venture Partners nun aus: Während sich Rocket Internet bei Hellofresh durch den frühen Ausstieg Milliarden hat entgehen lassen, hielt Insight Venture Partners als einer der Hauptgesellschafter zuletzt noch knapp 9% und hat jetzt erst auf 3,6% reduziert. Das hat Insight Ventures als einen der frühen Investoren bei Hellofresh nochmal gut 500 bis 600 Mio. Euro in die Kasse gebracht. Und auch das verbleibende Paket ist noch 430 Mio. Euro wert.
  • Der Weiße-Ware-Spezialist AO öffnet seine Logistik-Strukturen in Deutschland für Dritte: deinSchrank.de lässt seine massgefertigten Schränke künftig von Zwei-Personen-Teams von AO zum Wunschtermin an den Wunschort des Kunden liefern. deinSchrank.de moniert, dass traditionelle Logistiker sowas nur selten hinbekommen, während es bei AO zum Produktversprechen gehört.

Ausblick

Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der GLORE50 ist auch im Januar wieder gestiegen und liegt jetzt im Schnitt bei 23,9 Prozent pro Jahr. Mit Erreichen der Marke von 309 Euro hat haben die GLORE50 jetzt bereits nach fünf Jahren und vier Monaten ihr Sieben-Jahres-Ziel erreicht

Hält dieses massive Wachstum weiter an, so ist die Marke von 1.000 Punkten bzw. 1.000 Euro pro Fonds-Anteil bereits 2026 erreichbar, wie diese Projektion zeigt:

    Wer zu dem Thema unsere Audio Kommentare zum Januar und den Re-Entrys hören möchte, dem seien die GLORE Insights #16 wärmstens ans Herz geleg.

    bleib up to date

    Wenn Sie die Entwicklungen zu den GLORE50 nicht nur monatlich verfolgen möchten, sondern häufiger: Tägliche Updates und Anmerkungen gibt es auf Instagram bei den GLORE Days sowie regelmäßig bei Exciting Commerce und im Podcast GLORE Insights.

    K5TV wieder ab dem 9. Februar

    Zum Abschluss noch ein Tipp: Ab dem 9. Februar laden wir zu einer neuen Staffel von K5 TV ein, dem Future Retail Livestream, der führende Köpfe des Online-Handels zusammenbringt. Von dienstags bis donnerstags gibt es dann Insider-Gespräche am Morgen, Impulsvorträge am Mittag sowie exklusive Startup-Interviews und Masterclasses am Nachmittag. Schauen Sie hier rein!

    Mit herzlichen Grüßen

    Jochen Krisch & Sven Rittau
    Redaktionelle Mitarbeit: Florian Treiß

    Über die #glore50

    Die GLORE50 basieren auf dem Global Online Retail Fonds, der am 1. Oktober 2015 auf unsere Initiative hin als bewusst breit gestreuter Branchenfonds für den globalen Online-Handel an den Start gegangen ist. Wir stehen ihm seitdem beratend zur Seite mit Analysen und Einschätzungen, was die Zusammensetzung sowie die Auswahl und Gewichtung relevanter Unternehmen angeht.

    Hinweis zum Global Online Retail Fonds

    Wir haben den GLORE50 Index, kurz für Global Online Retail Fonds, 2015 mit Unterstützung der E-Commerce-Branche als offenen Branchenfonds für alle initiiert, so dass jeder am Wachstum der Branche partizipieren kann. Unser Fonds-Modell „Von Experten für Experten für Alle“ arbeitet so kostenschonend wie möglich und verzichtet bewusst auf Ausgabeaufschläge, sodass ein An- und Verkauf jederzeit problemlos möglich ist.

    Gestartet mit 2,5 Millionen Euro, beträgt das Fondsvermögen aktuell rund 37,6 Millionen Euro. Unsere Rolle ist dabei beratender Natur, was die Auswahl, strategische Einordnung und Gewichtung relevanter E-Commerce-Unternehmen angeht. Und so sehr wir uns über die bisherige Entwicklung freuen, sagt die vergangene Entwicklung bei Aktien/Fonds nichts über die zukünftige Entwicklung aus.

    Wie investiere ich in den Global Online Retail Fonds?

    Der Global Online Retail Fonds hat die Wertpapierkennnummer A14N91, die Sie zunächst über den Broker bzw. die Bank Ihrer Wahl suchen müssen. Anschließend wählen Sie die gewünschte Anlagesumme aus und geben den Kauf frei. Bei ausgewählten Banken und Brokern können Sie auch einen monatlichen Sparplan auf den Global Online Retail Fonds einrichten.

    DISCLAIMER: Die Einordnungen im GLORE50 Monthly haben lediglich Informationscharakter und sind nicht als Anlageempfehlungen zu verstehen. Wer sich an der Börse engagiert, sollte sich neben den Chancen stets auch der Risiken bewusst sein.