#GLORE50 Monthly –zweiter Monat über 300 Euro

DIE #GLORE50 PERFORMANCE

Nach einer absoluten Hausse, bei der unsere GLORE50 zehn Monate in Folge jeweils mit einem deutlichen Plus gegenüber dem Vormonat abschließen konnten, gab es im Februar 2021 erstmals seit dem März 2020 wieder einen Monat, bei dem am Ende ein Minus gegenüber dem Vormonat stand: Nach dem Schlusskurs von 313,04 Euro Ende Januar beendeten die GLORE50 den Februar mit 301,77 Euro. 

GLOBAL ONLINE RETAIL – EUR ACC WKN A14N9A | ISIN: DE000A14N9A9

Das ist zwar rund 4 Prozent unter dem Januar-Schlusskurs – doch ein kontinuierliches Wachstum von Monat zu Monat ist an den volatilen Börsen wahrlich kein Naturgesetz. Deutlich aussagekräftiger ist daher eigentlich der Vergleich zum Vorjahresmonat: Hier gab es ein saftiges Plus von 116 Prozent. Und der Twist dabei: Im Februar 2020 war die Corona-Pandemie noch gar nicht in den Aktienkursen berücksichtigt – den großen Crash gab es erst im März 2020. Daher lässt sich schon jetzt absehen, dass die Differenz zwischen März 2021 und März 2020 noch viel deutlicher ausfallen dürfte.

Auch die Wertentwicklung im laufenden Jahr 2021 kann sich immer noch sehen lassen: Gegenüber dem Dezember-Schlusskurs von 287,16 Euro lagen die GLORE50 Ende Februar gut 5 Prozent im Plus.

Wie im Intro schon erwähnt, eilten die GLORE50 bis zum 16. Februar von Rekord zu Rekord, bis sie ein neues Allzeithoch von 334,79 Euro erreichten. Erst danach gab es einen deutlichen Rücksetzer.

FONDSVOLUMEN

Auch im Februar freute sich der Fonds wieder über ordentliche Mittelzuflüsse von Anlegern und knackte zwischenzeitlich erstmals die Marke von 80 Millionen Euro beim Fondsvolumen. Da der Kurs in der zweiten Februarhälfte aber deutlich nachgab, sank auch das Fondsvolumen wieder etwas auf rund 73 Millionen Euro (Stand: 1. März). Das sind zugleich immer noch 31,5 Prozent mehr als Ende Dezember 2020 (Volumen damals: 55,5 Millionen Euro).

gewinner und Verlierer im Februar 2021

Schaut man sich die Kursentwicklung der ersten zwei Monate des Jahres 2021 an, so gibt es – bei positiver Grundtendenz – ein munteres auf und ab bei den verschiedenen in den GLORE50 enthaltenen Titeln. 

Die großen Gewinner seit Jahresanfang sind:

  • Cdiscount/Cnova (+142%)
  • DocMorris/Zur Rose (+52%)
  • Revolve (+44%)
  • Vipshop (+37%)
  • Shop Apotheke (+35%)

Die Schlusslichter seit Jahresanfang bei der Kursperformance sind:

  • AO (-31%)
  • Bygghemma (-27%) 
  • Redbubble (-9%)
  • The Hut Group (-9%)
  • Zalando (-9%)

Im Februar waren die Börsengewinner:

  • Cdiscount/Cnova (+73%)
  • Vipshop (+36%)
  • Verkkokauppa (+30%)
  • Asos (+25%)
  • Marley Spoon (+24%)

Die größten Verlierer im Februar waren hingegen:

  • Wish (-37%)
  • Jumia (-27%)
  • Stitch Fix (-24%)
  • Redbubble (-24%)
  • Ocado (-21%)

Umstellungen in den GLORE50

Waren durch einige Neu- und Wiedereinsteiger im Januar erstmals Aktien von 46 verschiedenen Unternehmen in den GLORE50 enthalten, so sank diese Zahl im Februar nun zunächst auf 45 Titel. Grund hierfür ist, dass sich Ruhnn, das den Online-Handel für Influencer vorantreiben wollte, wieder von der Börse zurückzieht. Wegen eines De-Listings war im Januar schon Secoo aus den GLORE50 ausgeschieden. 

Von unseren sechs Neu- bzw. Wiedereinsteigern in die GLORE50 aus dem Januar schnitt bislang die die Global Fashion Group mit +6% am besten ab. Wie der Top-/Flop-Liste oben zu entnehmen ist, hatte hingegen Wish bislang die schwächste Performance und legte im Februar gar ein Minus von 37 Prozent hin.

Wie schon der Name sagt, streben wir mittelfristig für die GLORE50 einen Branchenindex von 50 Unternehmen an, die darin enthalten sein sollen. Für die noch offenen fünf Plätze haben wir schon einige spannende Kandidaten, die wir in Hinblick auf Wachstumsambitionen, strategische Ausrichtung und Unternehmenswert durchleuchten.

    Wichtige E-Commerce-News aus dem Februar 2021

    Zeit für unsere Meldungen rund um die globalen Wachstumstreiber im Online Retail:

    • Der Börsengang der chinesischen Video-App Kuaishou hat in Hongkong einen Ansturm auf die Aktien des Unternehmens ausgelöst. Bis zum Ende des ersten Börsentags kletterten die Papiere des Börsenneulings um rund 160 Prozent, der Marktwert der Firma lag damit bei etwa 116 Milliarden Euro. Auch wenn Video-App zunächst nicht ganz nach E-Commerce klingt, sollten E-Commerce-orientierte Anleger die Aktie doch auf dem Schirm haben: Neben Werbung und kostenpflichtigen digitalen Geschenken setzt Kuaishou auch auf einen eigenen Online-Shop, wo Produkte gekauft werden können, die Live-Streamer in ihren Videos anpreisen.
    • Einen ungewöhnlichen Schritt vollzieht Kinnevik, mit einem Anteil von 21 Prozent der größte Gesellschafter von Zalando: Die Schweden wollen sich komplett von ihren Zalando-Anteilen trennen – aber nicht etwa durch einen Verkauf, sondern durch eine Art „Sonderausschüttung“ an die Kinnevik-Aktionäre. Kinnevik will sich damit neu ausrichten und verstärkt auf jüngere Beteiligungen fokussieren.
    • Shopify gibt weiter gehörig Gas und ist längst viel mehr als bloß irgendein Shopsystem: Mit einem Bruttohandelsvolumen (GMV) von 120 Milliarden Dollar (eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr) zog Shopify im vergangenen Jahr an Ebay vorbei, das erstmals ein GMV von 100 Milliarden Dollar erreichte. Auch Produkt-seitig tut sich bei Shopify weiterhin einiges: So macht das neue „Shop Pay“ die Zahlungsabwicklung von Käufen via Instagram deutlich einfacher, mehr dazu im Exchanges-Podcast #272. Und ganz nebenbei holt sich Shopify für seine weitere Expansion über die Börse weitere 1,6 Milliarden Dollar.
    • Etsy wurde von der Corona-Dynamik enorm positiv überrascht: Peilte der Marktplatz für Selbstgemachtes ursprünglich Gross Merchandise Sales (GMS) von 6,2 Milliarden Dollar an, konnte sich das GMS letztlich auf 10,3 Milliarden Dollar verdoppeln. Übrigens stellt Deutschland den zweitgrößten internationalen Markt für Etsy dar und Etsy konnte auch hierzulande enorm wachsen.
    • Auch für Wayfair war 2020 ein verrücktes Jahr: Was mit einer Entlassungswelle begann, endete für Wayfair mit einem Rekordjahr auf allen Ebenen. Satte 5 Mrd. Dollar konnte Wayfair 2020 zulegen und mit Umsätzen von 14,1 Mrd. Dollar (+55%) erstmals die 10-Milliarden-Marke überspringen, was u.a. am Boom von Online-Bestellungen von Möbeln in der Corona-Pandemie lag.
    • Unser GLORE-50-Wiedereinsteiger Home24 hat seinen brasilianischen Ableger Mobly erfolgreich an die Börse gebracht und dabei 145 Millionen Euro eingenommen. Außerdem ist Home24 im vergangenen Jahr auf Gesamtumsätze von 492 Mio. Euro (+32%) gewachsen. Das ist, auch pandemiebedingt, so gut wie lange nicht mehr, reicht allerdings weiter nicht, um mit den Onlineumsätzen von IKEA mitzuhalten („IKEA zieht mit Online-Umsätzen von 861 Mio. € (+74%) davon“).
    • Der britische E-Food-Spezialist Ocado konnte 2020 – aufgrund beschränkter Kapazitäten – beim Umsatz „nur“ von 1,76 Mrd. Pfund auf 2,3 Mrd. Pfund (+33%) wachsen, hat dafür aber – vor allem im Handelsgeschäft – einen ordentlichen operativen Gewinn erzielt.
    • Manche Online-Anbieter speziell im Modebereich hat Corona 2020 richtig gebeutelt. The RealReal ist so ein Beispiel aus dem Second Hand Bereich, das nach bitteren Monaten erst zum Jahreswechsel wieder etwas zulegen konnte. So hat The RealReal zwar 2019 beim GMV erstmals die Umsatzmilliarde knacken können, ist aber 2020 wieder leicht daruntergeblieben.
    • HelloFresh will das Aus seines Logistik-Partners Liefery damit kompensieren, auch in Deutschland eine eigene Lieferflotte aufzubauen. Bislang lieferte HelloFresh schon in den Benelux-Ländern selbst aus.

    Ausblick

    Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der GLORE50 liegt trotz der kleinen Wachstumsdelle im Februar bei im Schnitt 22,69 Prozent pro Jahr. Zugleich ist unser Fonds dank der anhaltenden Mittelzuflüsse und der guten Kursentwicklung auf dem besten Weg zu einem Fondsvolumen von 100 Millionen Euro. Genau diesen Anspruch hatten wir zum Start des Fonds im Oktober 2015 formuliert, nämlich dass sich der Fonds von einem Startkapital von idealerweise 10 Millionen Euro auf mittelfristig 100 Millionen Euro und noch später auf mehrere hundert Millionen Euro entwickeln sollte. Schaut man sich die bisherige Entwicklung an, so wäre ein Fondsvolumen von 250 Millionen Euro im Jahr 2025 durchaus realistisch. Die Größe ist dabei kein Selbstzweck, vereinfacht es uns aber natürlich, einen breiten Portfolio-Ansatz zu fahren, der sich nicht nur auf vermeintliche Rosinen konzentriert, sondern den Anspruch verfolgt, die weltweit wichtigsten Player im E-Commerce abzudecken. Die hohen Mittelzuflüsse unterstreichen zudem auch das Vertrauen, das der GLORE-Fonds inzwischen genießt.

    Hörtipp

    Amazon-Gründer Jeff Bezos hat mit seiner Nachricht, sich bald aus der operativen Führung von Amazon zurückziehen zu wollen, für reichlich Wirbel in der Branche gesorgt. Doch was ändert sich wirklich bei Amazon, wenn Jeff Bezos geht? Das und mehr sind die Amazon-Themen, über die Jochen Krisch und Marcel Weiß in den Exchanges #271 sprechen.

    Regelmäßige updates zu den glore50

    Wenn Sie die Entwicklungen zu den GLORE50 nicht nur monatlich verfolgen möchten, sondern häufiger: Tägliche Updates und Anmerkungen gibt es auf Instagram bei den GLORE Days sowie regelmäßig bei Exciting Commerce und im Podcast GLORE Insights.

    Mit herzlichen Grüßen

    Jochen Krisch & Sven Rittau
    Redaktionelle Mitarbeit: Florian Treiß

    Über die #glore50

    Die GLORE50 basieren auf dem Global Online Retail Fonds, der am 1. Oktober 2015 auf unsere Initiative hin als bewusst breit gestreuter Branchenfonds für den globalen Online-Handel an den Start gegangen ist. Wir stehen ihm seitdem beratend zur Seite mit Analysen und Einschätzungen, was die Zusammensetzung sowie die Auswahl und Gewichtung relevanter Unternehmen angeht.

    Hinweis zum Global Online Retail Fonds

    Wir haben den GLORE50 Index, kurz für Global Online Retail Fonds, 2015 mit Unterstützung der E-Commerce-Branche als offenen Branchenfonds für alle initiiert, so dass jeder am Wachstum der Branche partizipieren kann. Unser Fonds-Modell „Von Experten für Experten für Alle“ arbeitet so kostenschonend wie möglich und verzichtet bewusst auf Ausgabeaufschläge, sodass ein An- und Verkauf jederzeit problemlos möglich ist.

    Gestartet mit 2,5 Millionen Euro, beträgt das Fondsvermögen aktuell rund 37,6 Millionen Euro. Unsere Rolle ist dabei beratender Natur, was die Auswahl, strategische Einordnung und Gewichtung relevanter E-Commerce-Unternehmen angeht. Und so sehr wir uns über die bisherige Entwicklung freuen, sagt die vergangene Entwicklung bei Aktien/Fonds nichts über die zukünftige Entwicklung aus.

    Wie investiere ich in den Global Online Retail Fonds?

    Der Global Online Retail Fonds hat die Wertpapierkennnummer A14N91, die Sie zunächst über den Broker bzw. die Bank Ihrer Wahl suchen müssen. Anschließend wählen Sie die gewünschte Anlagesumme aus und geben den Kauf frei. Bei ausgewählten Banken und Brokern können Sie auch einen monatlichen Sparplan auf den Global Online Retail Fonds einrichten.

    DISCLAIMER: Die Einordnungen im GLORE50 Monthly haben lediglich Informationscharakter und sind nicht als Anlageempfehlungen zu verstehen. Wer sich an der Börse engagiert, sollte sich neben den Chancen stets auch der Risiken bewusst sein.