#GLORE50 MONTHLY – Januar 2026
Unsere News zu den Wachstumstreibern im globalen Online-Handel

Neues Jahr, neues Glück? Fehlanzeige, denn der Jahresauftakt 2026 ist für die GLORE50 holprig verlaufen. Nach der Stabilisierung zum Jahresende setzte im Januar erneut Zurückhaltung ein. Unsicherheiten rund um Konsum, Margen und strukturelle Verschiebungen im Handel sorgten für einen schwächeren Start ins neue Börsenjahr. 

Gleichzeitig verdichten sich die langfristigen Trends: Second-Hand-Anbieter setzen ihren Vormarsch fort, Plattformen investieren gezielt in Effizienz und Logistik, und neue Marktplatz-Modelle entstehen an der Schnittstelle von lokalem Handel, Delivery und Werbung. Wachstum bleibt wichtig, doch 2026 rücken operative Exzellenz, Kostenstrukturen und strategische Fokussierung noch stärker in den Vordergrund.

Auch die Diskussion um Geschäftsmodelle mit strukturellem Gegenwind nimmt zu, etwa im Fashion-Segment oder im Online-Pharma. 

Welche Fondsmitglieder sich im Januar behaupten konnten, wo sich der Druck verschärft und welche Themen den Ton für das Jahr setzen, erfahrt ihr hier:

DIE #GLORE50 PERFORMANCE

Die GLORE50 beendeten den Januar 2026 bei 128,34 Punkten (Stand: 31. Januar 2026) und lagen damit 3 % unter dem Vormonat. Der Jahresauftakt fiel damit verhaltener aus als erhofft. Nach der Stabilisierung zum Jahresende dominierten im Januar erneut Vorsicht und Zurückhaltung.

GLOBAL ONLINE RETAIL – EUR ACC WKN A14N9A | ISIN: DE000A14N9A9
Global Online Retail Diagramm Chart Februar 2026

Gewinner & Verlierer

    Einen erfolgreichen Start ins Jahr 2026 konnten diese Fondsmitglieder feiern:

    • Redbubble (+25 %) profitierte von einer spürbaren Erholung im Print-on-Demand-Segment und zunehmender Fantasie rund um Effizienz- und Kostenmaßnahmen.

    • Westwing (+25 %) setzte seine operative Stabilisierung fort und gewann mit Fokus auf Profitabilität und Kostenkontrolle deutlich an Vertrauen.

    • Asos (+20 %) legte im Zuge von Turnaround-Spekulationen und einer Neubewertung des Fashion-Segments spürbar zu.

    • Alibaba (+17 %) zeigte sich robust und profitierte von einer Erholung chinesischer Tech-Werte sowie stabileren Rahmenbedingungen.

    • Boohoo (+11 %) konnte sich nach schwachem Vorjahr etwas erholen, getragen von Hoffnungen auf eine strategische Neuausrichtung.

          Katerstimmung war bei diesen Playern angesagt:

          • Boozt (−20 %) geriet angesichts anhaltender Margensorgen und schwacher Konsumdynamik im Fashion-Segment unter Druck.

          • Oddity (−19 %) verlor nach zuvor starker Performance, da Bewertungsfragen wieder stärker in den Fokus rückten.

          • THG (−19 %) litt unter anhaltender Unsicherheit rund um das Plattform- und Markengeschäft.

          • Coupang (−18 %) geriet nach einem bekannt gewordenen Datenleck unter Druck, was Vertrauen und Bewertung belastete.

          • Instacart (−18 %) verlor angesichts wachsender Skepsis gegenüber kurzfristigen Wachstumsimpulsen im Online-Grocery-Markt.

                   

                  NEWS von Unternehmen aus den GLORE50

                    Weitere Branchennews

                      Hörtipps

                      In der aktuellen Exchanges-Ausgabe diskutieren Jochen Krisch und Marcel Weiß, ob sich im KI-Wettlauf neue Protokolle durchsetzen oder ob das Google-Imperium zurückschlägt. Mit dem neuen Universal Commerce Protocol (UCP) treibt Google das Thema nun deutlich voran und hat mit Partnern wie Walmart, Shopify und Zalando prominente Unterstützer an seiner Seite. Auffällig ist nicht nur, dass sich sogar der Google-CEO persönlich auf E-Commerce-Konferenzen blicken lässt, sondern auch, wer bislang fehlt: Weder Amazon noch die großen chinesischen Player wie Alibaba spielen in diesem Setup eine sichtbare Rolle. Ein tiefer Blick auf Machtverschiebungen im KI- und Commerce-Ökosystem.

                      Zum Podcast geht es hier: https://soundcloud.com/excitingcommerce/exchanges-388-zwischen

                      Regelmäßige Updates zu den GLORE50

                      Wenn Sie die Entwicklungen zu den GLORE50 nicht nur monatlich verfolgen möchten, sondern häufiger: Tägliche Updates und Anmerkungen gibt es auf Instagram bei den GLORE Days sowie regelmäßig bei Exciting Commerce.

                      Mit herzlichen Grüßen

                      Jochen Krisch & Sven Rittau
                      Redaktionelle Mitarbeit: Katrin Grieser

                      Über die #GLORE50

                      Die GLORE50 basieren auf dem Global Online Retail Fonds, der am 1. Oktober 2015 auf unsere Initiative hin als bewusst breit gestreuter Branchenfonds für den globalen Online-Handel an den Start gegangen ist. Wir stehen ihm seitdem beratend zur Seite mit Analysen und Einschätzungen, was die Zusammensetzung sowie die Auswahl und Gewichtung relevanter Unternehmen angeht.

                      Hinweis zum Global Online Retail Fonds

                      Wir haben den GLORE50 Index, kurz für Global Online Retail Fonds, 2015 mit Unterstützung der E-Commerce-Branche als offenen Branchenfonds für alle initiiert, so dass jeder am Wachstum der Branche partizipieren kann. Unser Fonds-Modell „Von Experten für Experten für Alle“ arbeitet so kostenschonend wie möglich und verzichtet bewusst auf Ausgabeaufschläge, sodass ein An- und Verkauf jederzeit problemlos möglich ist. Gestartet mit 2,5 Millionen Euro, beträgt das Fondsvermögen aktuell 9,8 Mio Millionen Euro (Stand: 02. Februar 2026).

                      Wie investiere ich in den Global Online Retail Fonds?

                      Der Global Online Retail Fonds hat die Wertpapierkennnummer A14N91, die Sie zunächst über den Broker bzw. die Bank Ihrer Wahl suchen müssen. Anschließend wählen Sie die gewünschte Anlagesumme aus und geben den Kauf frei. Bei ausgewählten Banken und Brokern können Sie auch einen monatlichen Sparplan auf den Global Online Retail Fonds einrichten.

                      DISCLAIMER: Die Einordnungen im GLORE50 Monthly haben lediglich Informationscharakter und sind nicht als Anlageempfehlungen zu verstehen. Wer sich an der Börse engagiert, sollte sich neben den Chancen stets auch der Risiken bewusst sein.